Zwei Spitzenlastkessel schweben zum neuen Standort Heizkraftwerk

Heizkraftwerk Pforzheim investiert in die Sicherstellung der Fernwärmeerzeugung durch umweltfreundliches Erdgas.

Erster Bürgermeister Roger Heidt unterstreicht die Investition in die Zukunft des Heizkraftwerks.

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Pforzheim - 26.04.2013: Dank einer technischen Meisterleistung schwebten am Freitag zwei Spitzenlastkessel zu ihrem neuen Standort im Heizkraftwerk Pforzheim. Jeder der beiden Heißwasserkessel wiegt leer rund 60 Tonnen und wurde mit einem 700-Tonnen-Kran exakt eingehoben. Das Betriebsgewicht der neuen Anlage beträgt 275 Tonnen; nur über eine eigens angefertigte Stahlunterkonstruktion kann dieses Gewicht aufgefangen werden. Erster Bürgermeister Roger Heidt hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass "wir einmal mehr fünf Millionen Euro am Standort Pforzheim investieren, gleichzeitig wird für diese sogenannten Spitzenlastkessel umweltfreundliches Erdgas für unser Fernwärmenetz eingesetzt". Im Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung am Standort Heizkraftwerk sieht Roger Heidt "einen entscheidenden umweltfreundlichen Faktor, auf den die Stadt Pforzheim bereits seit Jahrzehnten setzt". Das Heizkraftwerk spiele bei der Erreichung umweltpolitischer Ziele eine wichtige Rolle, " ich erinnere hier an den Konvent der Bürgermeister, der bis zum Jahr 2020 eine Einsparung von 20 Prozent CO2 im Vergleich zum Jahr 1990 vorsieht. Unser HKW ist ein Garant für die Erreichung dieses Ziels", machte der Erste Bürgermeister deutlich.

Diese sogenannte Spitzenlastkesselanlage besteht aus zwei Heißwasserkesseln. Es handelt sich um zwei Zweiflammrohr-Dreizug-Rauchrohrkessel mit einer maximalen Feuerungswärmeleistung von je 32 Megawatt (MW). Diese beiden Kessel ersetzen drei alte Kessel und tragen eine weitere Besonderheit in sich. Ende 2015 steht die Stilllegung des sogenannten Gas-Kombi-Blocks an, damit steht eine große Strom- und Wärmeerzeugungseinheit nicht mehr zur Verfügung. Zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Pforzheim ab 2016 wird der Wegfall dieser Wärmeerzeugungseinheit kompensiert. Hierzu wird diese neue Anlage errichtet: "An Spitzenlasttagen im Winter wird das 60 Grad heiße Wasser auf 90 Grad mit Hilfe von umweltfreundlichem Erdgas aufgeheizt und in die Fernwärmeversorgung der Stadt eingespeist", erklärt HKW-Geschäftsführer Martin Seitz. An der Fernwärmeversorgung des Heizkraftwerkes hängen rund 20.000 Pforzheimer Haushalte. Das Heizkraftwerk besteht unter anderem aus einem Gaskombi-, Wirbelschicht- und Biomasseblock. Seit 2005 wurde die Brennstoffpalette durch den Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Biomasse und 2009 durch Ersatzbrennstoffe erweitert. Das ressourcen- und umweltschonende Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von Strom und Wärme ist bis heute bei allen Ausbaustufen umgesetzt worden. Der Ausbau der regenerativen Stromerzeugung führt jedoch aktuell dazu, dass bei der neu installierten Spitzenlastkesselanlage das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nicht mehr angewendet werden kann: " Wir bekommen den bei der KWK erzeugten Strom nicht mehr im Markt verkauft und mussten uns für die beiden Kesselanlagen für die Erwärmung durch Erdgas entscheiden", erklärt Martin Seitz.

Die neuen Heißwasserkessel sind Einzelanfertigungen der VKK Standardkessel Köthen bei Leipzig und sind die größten ausgelieferten Heißwasserkessel seit Winter 2010/2011.

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