Wirbelschichtblock

Wirbelschicht für mehr Effizienz

Mit dem 1990 in Betrieb genommenen Wirbelschichtblock (Hochdruckkessel mit 90 t/h, Entnahme-Kondensations-Dampfturbine mit 29,7 MW und einer Wärmeleistung von 42 MW) wurde die Primärenergieversorgung im HKW auf eine breitere Basis gestellt. Die mit Kohle betriebene Anlage (nur die Anfeuerung erfolgt mit Öl) war der Ersatz für den ersten Kohlekessel, der den Umweltanforderungen nicht mehr genügte.

Die Entscheidung für die Heizart mit Wirbelschicht wurde nach sorgfältigen ökonomischen und ökologischen Überlegungen getroffen. Bei dem Verfahrensprinzip der zirkulierenden Wirbelschicht wird eine Schüttung feinkörniger Teilchen, die Feststoffschicht, durch aufströmendes Gas aufgelockert und getragen. Dieser Verbrennungsprozess weist klare Vorteile hinsichtlich des Wärme- und Stofftransports, der Feststoffverweilzeit sowie der Luftreinhaltung auf.


Verfahrensprinzip der Wirbelschichtbefeuerung

Bildbeschreibung:

Das Verfahrensprinzip der zirkulierenden Wirbelschicht besteht in der Fluidisierung einer Feststoffschicht. Dabei wird eine Schüttung feinkörniger Teilchen (Bettasache) durch aufwärtsströmende  Primärluft (Verbrennungsluft ) aufgelockert und getragen. Die Verteilung der Verbrennungsluft erfolgt von unten über einen speziellen Düsenboden. Hier wird die Primärluft über Düsenköpfe eigebracht. Die darüber sich bildende Feststoffschicht, die eine Höhe von 2 - 3 m erreichen kann, zeigt ein flüssigkeitsähnliches Verhalten.

Aus der Wirbelschicht mit dem Gasstrom ausgetragene Feststoffteilchen werden in zwei nachgeschalteten Zyklonen vom Gasstrom getrennt und der Wirbelschicht wieder zugeführt. Daher die Bezeichnung " zirkulierende Wirbelschicht ".

 

Befeuerung und Brennstoff-Anlieferung

Befeuert wird der Wirbelschichtblock mit Steinkohle und Ersatzbrennstoffen. Anfahrbrennstoff bzw. Stützbrennstof ist Heizöl EL.

Der Brennstoff Kohle wird ins HKW durch die Deutsche Bahn geliefert. In der Auftau- und Entladehalle gibt es Platz für fünf Schüttgutwaggons. Die Kohle gelangt von dort aus über Bänder in das Kohlensilo. Das Kohlensilo hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 1.600 m3 Kohle.

Daten

Hochdrucksystem

Dampfleistung: 90 t/h
Druck am Austritt: 143 bar
Temperatur: 540° C
Generator: 29,67 MW

Daten

Zwischenüberhitzer

Dampfleistung: 87 t/h
Druck am Austritt: 29,5 bar
Temperatur: 535° C
Generator: 29,67 MW

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