Kombiblock

Gas und Dampf kombiniert

Die kombinierte Gas- und Dampfturbinenanlage besteht aus einer Gasturbine, einem Abhitzekessel und einer Dampfturbine. Nach 3 jähriger Bauzeit ging diese 1980 als wirtschaftlichste Lösung zum weiteren Ausbau der Wärme- und Stromerzeugung in Betrieb. Mit dieser Erweiterung wurde die Energieversorgung Pforzheims gesichert und der Ausbau der Fernwärmeversorgung durch energiesparende Kraft-Wärme-Kopplung vorangetrieben.

Mit 75 t/h Dampfleistung, rund 47,5 MW Wärmeleistung und 41,9 MW elektrische Leistung konnten die vorhandenen Erzeugungskapaztitäten deutlich erhöht und die Wirtschaftlichkeit des zu dieser Zeit noch in die Stadtwerke  integrierten Betriebszweigs Heizkraftwerk verbessert werden. Im Zuge dieser Investion wurde auch das Heizwassernetz in Pforzheim weiter ausgebaut und damit die technischen Voraussetzungen für die Gewinnung neuer Fernwärmekunden geschaffen.


Prinzip Kombiblock

Bildbeschreibung:

Beim Gasturbinenkraftwerk treibt ein heißer Gasstrahl die Schaufelräder auf der Turbinenwelle an. Erzeugt wird dieser Gasstrahl aus Erdgas oder Öl in einer Brennkammer. Die Temperatur des Gases beträgt vor der Turbine 800°C und mehr, die Austrittstemperatur der Abgase liegt bei 500°C. Der Wirkungsgrad eines reinen Gasturbinenkraftwerks würde ca. 33% bis maximal 42% betragen. Im Unterschied zu Dampfkraftwerken sind Gasturbinenkraftwerke innerhalb weniger Minuten verfügbar.

Die heißen Abgase bleiben nicht ungenutzt, sondern werden für den Betrieb eines Dampferzeugers verwendet. Dieser im Dampferzeuger erzeugte Dampf wird einer Dampfturbine zugeführt. Der Abdampf dieser Dampfturbine wird einem Heizkondensator zugeführt der das Heizwasser für die Fernheizung erzeugt.

Erklärung zur Abbildung (Schema Kombiblock):

1: Gasturbine
2: Heizdampfturbine

Gasturbine

mit 23,2 MW

Dampfturbine

mit 16,7 MW

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